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Dienstag, 21.09.2004

The Lazy Way...

(Gibt es Jemand, der dieses Weblog lieber auf deutsch lesen würde? Bitte kommentieren...)

Yesterday, I listened to a talk by Fred Gratzon, author of the very inspiring book "The Lazy Way to Success".

Fred, who proudly calls himself "The Laziest Man in Northern America" and who never managed to stay employed for for than two months quit looking for employment at the age of 24 and started founding some very successful companies, one of which he IPOed for 200 M. $ without even beeing able to read the IPO prospect.

The thing about him is that he claims his recipe of success to "Avoid work!"
Do the things you like doing. "If you have got some work to do that you really hate, use this hate to invent a way to get around it."
"Success is inversely proportional to hard work." is one of his key beliefs.
"The solution to every problem is allways on a more subtle level than the problem itself. You can't solve a problem by attacking it head- on i.e. at the level where it is a problem (Like Bush trying to solve terrorism by creating more terror and thus invoking even more terrorists.). Instead:

"More subtle is more powerful." - An example: Goliath was a problem. Defeating a strong cruel giant with a slingshot is "being more subtle" than attacking him head-on in a man-to-man fight. So - how do you destroy an enemy who's got a slingshot? Be more subtle, go to molecular level: gunpowder fires a bullet faster than a slingshot. How do you destroy an enemy who's got a gun? You could again be more subtle and use the atomic level and throw a nuclear bomb. How do you destroy an enemy that has got a nuclaer bomb? Use an even more subtle level: Turn him into a friend! "By using the power of love (= god!), you are using the most subtle and thus most powerful level."

"What is more subtle than solid matter? Intellect." (You can avoid a lot of hard work by thinking.)
"What is more subtle than intellect? Feelings." (It is very hard to convince someone by arguing on an intellectual level - win his emotions and the intellect will follow.)
"What is more subtle than feelings? Consciousness itself!" It's where all the thinking and feeling takes place.
So - is there a way to train consciousness? Yes: Meditation. Fred has been a teacher of Trancendental Meditation ("TM") for many years. In short, it works like this:
You start observing your thoughts at a rough level of thinking.
You get more and more subtle until you reach the most subtle impulse of a thought and become conscious about consciousness itself. "It is an experience as if the movie stops and you see the empty screen."
This training to perceive thoughts and sensory input more subtly makes the mind stronger and more likely to perceive opportunities and be lucky.

Two more secrets of good luck:
"Go to bed before 10 o'clock!" (Gosh, last time I tried this is teh years ago...) and:
"Make other people happy! - Give from what you have a lot of. Give in such a way, that giving gives you joy. - If you succeed in that, you've probably found your purpose of life."

The guy is fascinating.

Links:
The Book in english
Much cheaper is the german version:
Das Buch auf deutsch
The Website
The Blog


Samstag, 07.08.2004

Ich wünsche dir Zeit! [Gedicht]

Ich wünsche Dir Zeit!



Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben.
Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben:
Ich wünsche dir Zeit, dich zu freun und zu lachen,
und wenn du sie nützt, kannst du etwas draus machen.

Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken,
nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken.
Ich wünsche dir Zeit - nicht zum Hasten und Rennen,
sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen.

Ich wünsche dir Zeit - nicht nur so zum Vertreiben.
Ich wünsche, sie möge dir übrigbleiben
als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertraun,
anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schaun.

Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen,
und Zeit, um zu wachsen, das heißt, um zu reifen.
Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben,
Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.

Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden,
jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.
Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben.
Ich wünsche dir: Zeit zu haben zum Leben!

Elli Michler

Sonntag, 04.07.2004

Online Petition: Volksentscheid über EU-Verfassung

Die EU soll eine Verfassung bekommen.
Die spanische Bevölkerung wird darüber abstimmen, ob sie diese Verfassung will. Das ist gut so, denn schließlich muss sie sich nachher auch daran halten. Auch England wird abstimmen und Irland und Portugal. Belgien auch und die Niederlande, auch Dänemark und Ungarn. Wahrscheinlich werden auch die Franzosen abstimmen dürfen, die Italiener und die Polen. Aber unsere "oberen" wollen das lieber nicht. Das deutsche Volk hat zwar für Europa zu sein, aber die Verfassung legitimieren? - Nö, das machen wir für euch...

Beim Verein Mehr Demokratie ! kann man eine Online-Petition unterschreiben, die u.a. die Volksabstimmung zur EU-Verfassung fordert.
Der Verein Mehr Demokratie ! versucht in Deutschland den Voksentscheid einzuführen. Eine gute Sache, wie ich finde, denn dann können wir ein bischen mehr mitreden, als uns alle paar Jahre für das Paket (die Patei) mit dem geringsten Übel zu entscheiden. Der mündige Bürger? Wo soll der herkommen, wenn er gar nicht gefragt wird? Verantwortung kann nur mit dem Einfluss wachsen. Und übrigens: In der Schweiz funktioniert die "echte" Demokratie schon lange!

Dienstag, 29.06.2004

[Buchempfehlung] Oskar und die Dame in rosa

Oskar und die Dame in Rosa von Eric-Emmanuel Schmitt (2002)
Die Begegnungen, Gedanken und Entwicklung eines kleinen leukämiekranken Jungen im Krankenhaus.
Ein schönes kleines Buch, schnell und leicht zu lesen.
Geht definitiv ans Herz.

Donnerstag, 03.06.2004

Wirtschft, Kunden, Waren.

Zitat, gesehen im Deutschen Historischen Museum, in Berlin, in der Ausstellung Strategien der Werbekunst 1850 - 1933:

"Früher war die Welt der Wirtschaft noch einfach: Der Kunde suchte Waren - und der Markt hat informiert. Heute sucht die Ware den den Kunden - und der Markt verführt."


David Bosshard, 1995

Sonntag, 30.05.2004

Nachhaltigkeit und Unternehmensgründung: oikos-Konferez XVI [Erfahrungsbericht]

Nachhaltigkeit und Unternehmensgründung: oikos-Konferez XVI [Erfahrungsbericht]


Am 25. und 26. Mai hat in St. Gallen an der Hochschule St. Gallen (HSG) die 16. oikos-Konferenz sattgefunden. Die Verpflegung war köstlich (diese Salatsoße!) und die Teilnahme für Studenten kostenlos.

oikos ist eine 1987 von Studenten der HSG gegründete Initiative zur Förderung von Nachhaltigkeit in der Wirtschaft, die inzwischen erfreuliche Verbreitung erlangen konnte (oikosinternational.org).


Redner waren hauptsächlich Leute aus der Wirtschaft (vom nachhaltigen schweizer Sanitäranlagenbetrieb Hunziker über die Vermögensverwaltung sam (Sustainable Asset Management) zu Consulting Firmen wie SustainAbility aus London), die ihre ermutigenden Erfahrungen mit nachhaltiger Wirtschaft berichteten. Aber auch Vertrteter der Wissenschaft kamen zu Wort, wie z.B. der begeisternde Kybernetiker Hans-Peter Dürr (Quanten- und Gravitationsforscher, langjähriger Mitarbeiter von Werner Heisenberg, Direktor des Max-Planck-Instituts für Physik u.s.w.), der so schöne Sachen sagt wie "Die Langsamkeit ist ein wesentliches Prinzip der Entwicklung" oder - im Bezug auf den Verbrauch von Resourcen durch die Wirtschaft:

"Viele Unternehmen basieren darauf, etwas den Berg runterrollen zu lassen (= Energie ist verbraucht): Ein Unternehmer hat mit einer Idee eine Lawine losgetreten und viel Geld verdient, weil das als 'Leistung' angesehen wurde; die eigentliche Leistung wäre es, die Lawiene wieder auf den Berg hoch zu schaffen!"

Das Prinzip des unbedingen Wirtschaftswachstums vergleicht er mit einem Krebs: Verglichen mit den anderen Organen des Körpers ist ein Krebsgeschwür in dieser Hinsicht sehr erfolgreich - er hat das stärkste Wachstum. Nur richtet er mit der Zeit seinen Träger und damit sich selbst zu Grunde.


Ein zentrales Konzept der Nachhaltigkeitsbewegung ist die sog. "Tripple Bottom Line": Ein Unternehmen, das sich als nachhaltig ("sustainable") bezeichnen will, hat anstatt nur den Gewinn die drei Bereiche Ökonomie, Ökologie, Soziales zu optimieren.


Erkenntnisse und Ratschläge:

  • nicht dem "TINA-Syndrom" (There Is No Alternative) aufliegen.

  • kontstruktive Streitkultur etablieren

  • positiven Ungehorsam praktizieren. (Zitat aus der deutschen Chemieindustrie: "Ich weiß, dass wir immer noch illegale Substanzen produzieren, aber es ist ein Tabuthema; wir können mit unserem CEO nicht darüber sprechen.")

  • Nachhaltige Wirtschaft wirkt sich auch mittelfristig aus

  • Bsp.: Durch intelligente Logistik Fahrwege reduzieren spart Geld, Zeit und Abgas.

  • Mitarbeiter ernst nehmen und fördern führt zu hoher arbeitsmotivation und geringen Fehlzeiten.

  • ...

  • Der Begriff "nachhaltig" ist eher akzeptiert als "öko". Ein allzu grüner Eindruck schreckt viele Kunden und Investoren ab. (Zit. "Ach das ist so öko? Nein, dann inverstieren wir doch nicht.")


Noch ein paar nette Zitate:

  • zur Ethik: "Companys make good people do bad things"

  • zur Komplexität "Nur Vielfalt kann Vielfalt regieren"

  • und zur vermeintlichen Sicherheit: "Die Welt ist viel zu komplex, um sie zu 'beherrschen' - Glauben sie blos nicht, die Anderen hätten irgend etwas im Griff!"

Montag, 24.05.2004

Bush in 30 seconds

Unter www.bushin30seconds.org sind die Resultate eines Wettbewerbs, in dem Bürger ihre Meinung zu George W. Bush in 30-Sekunden-langen "Werbespots" ausdrücken sollten...
Nett!

(Aus der c't vom 9. 2. 2004)

Donnerstag, 20.05.2004

Bush-Regierung verliert vor Gericht gegen Greenpeace

Die Bush-Regierung, vertreten durch Ashcroft, hat aufgrund einer friedlichen Protestaktion gegen den illegalen Import von Tropenholz Greenpeace als gesamte Organisation verklagt (sowas gabs wohl noch nie).
Heute hat das Gericht in Miami Greenpeace freigesprochen.

Links:
Meldung auf der Greenpeace Seite - weiterführende Links siehe dort
Artikel der Washington Times über den Fall vom 27. Nov. 2003

Dienstag, 18.05.2004

mein erstes Wiki!

Unter wiki.heikohaller.de ist jetzt endlich mein erstes eigenes Wiki zu erreichen.
Es dient zunächst mal als Versuch. Als Engine läuft MediaWiki (php), welches auch Wikipedia zugrunde liegt.
Ihr seid hiermit herzlich eingaladen, Meinungen, Tests, Tiefsinniges oder Totalenblödsinn hineinzuposten..!

Samstag, 08.05.2004

Öffne die Augen

Ich habe gerade den Film Abre los ojos (Open Your Eyes) gesehn.
Ein guter Film. Einer von diesen konstruktivistischen Filmen wie Matrix, ExistenZ, Truman Show, ...
Danach habe ich überlegt, ob ich nicht vielleicht schon in der Zukunft lebe. Heute. Ich lebe in einer Welt in der im Prinzip alles möglich ist. Zum Beispiel werde ich mich nachher in die U-Bahn setzten und an einen Ort zaubern lassen, an dem ich mit wundervollen Frauen Tango tanzen kann. Und vorher, weil ich das Bedürfnis habe, allen davon zu erzählen, werde ich diesen Text in mein Blog posten. Ganz einfach.
Das was nicht möglich zu sein scheint, ist oft nur ein eingebildetes Problem.
Wir leben in einer Zeit, maximaler Freiheit. So wie ich es mir immer gewünscht habe. Und übrigens: Jammern hilft nicht.

Wieder einmal mehr komme ich zu dem Schluss dass Gerd Walter recht hat, wenn er sagt: "Wir müssen uns nicht ewig bemühen - wir müssen nur aufhören, uns selbst im Weg zu stehen".